Forschung
Das Forschungsprojekt
Digitalisierung und KI-gestützte Analyse des künstlerischen Nachlasses: Die täglich geführten Tagebücher von Matthias Maaß werden mit dem Werkverzeichnis verknüpft — Stimmungs- und Schaffensphasen treffen auf Motive, Techniken und Formate.
70 Tagebücher
täglich geführt, in Lateinschrift
10.000 Seiten
Handschrift — gescannt, transkribiert, analysiert (Umfang ca.)
3.000+
Werke im Werkverzeichnis — die zweite Hälfte des Datenbestands
Ziel des unabhängigen Projekts ist, Muster in beiden Beständen zu finden und sie zu verbinden. Jede Tagebuchseite wird transkribiert und zugleich strukturiert ausgewertet — Datum, Orte, Personen, Lektüre, entstandene Werke. Daraus wächst eine Datenbank mit einer Zeile pro Tag, die gegen das Werkverzeichnis läuft. Institutioneller Bezugspunkt ist die Sammlung Prinzhorn, Heidelberg; das Projekt entsteht in Kooperation mit ARTTRD.
Methode — sechs Schritte
01 Digitalisierung der Tagebücher Massenscan läuft an
Rund 70 handschriftliche Tagebücher — etwa 10.000 Seiten in Lateinschrift — werden mit einem Buchscanner in Farbe bei 400 dpi erfasst. Die Master-Scans werden unverändert archiviert.
02 Textanalyse (KI) Pilot in Arbeit
Handschrifterkennung und Transkription über ein Vision-Modell; ein vollständig von Hand transkribiertes Tagebuch dient als Vergleichsmaßstab. Darauf aufbauend: Orte, Stimmungsverläufe über die Zeit, prägende Ereignisse.
03 Digitalisierung des Werkverzeichnisses Extraktion läuft
Über 3.000 verzeichnete Werke werden aus der ursprünglichen Verzeichnis-Software in ein analysefähiges Datenformat überführt — mit Datierung, Technik, Format und Motiv.
04 Bildanalyse (KI) Vorbereitet
Wiederkehrende Motive, Techniken und Formate — und ihre Verteilung über die Schaffenszeit.
05 Zusammenführung Konzipiert
Tagebücher und Werkverzeichnis laufen über eine gemeinsame Zeitachse zusammen: Maaß notierte entstandene Werke häufig direkt im Tageseintrag — tagesgenaue Einträge können so die nur jahresgenauen Datierungen des Werkverzeichnisses präzisieren.
06 Veröffentlichung Geplant
Ein Forschungsbericht mit Belegstellen: Jede Aussage bleibt über eine Seitenreferenz im Original nachprüfbar.
Vom Blatt zur Datenzeile
Scan
Eine Beispielseite aus den Tagebüchern erscheint hier, sobald ein pseudonymisierter Auszug freigegeben ist.
Transkription & Auswertung
Daneben: die maschinenlesbare Fassung derselben Seite — Transkription und strukturierte Tagesdaten.
Einblicke
Ergebnisse werden hier veröffentlicht, sobald sie belastbar sind — als interaktive Darstellungen statt als Behauptungen: Zeitreihen zu Stimmung und Produktivität, Orte, Motiv-Cluster.
Zeitreihen
Stimmung und Produktivität über 38 Schaffensjahre — in Vorbereitung.
Orte
Die Orte der Tagebücher, kartiert — in Vorbereitung.
Motive
Wiederkehrende Motive und ihre zeitliche Verteilung — in Vorbereitung.
Beteiligte & Kontext
Das Projekt ist unabhängig angelegt. Institutioneller Bezugspunkt ist die Sammlung Prinzhorn, Heidelberg ↗; Teile des Nachlasses von Matthias Maaß werden dort bewahrt. Die Rechte am Nachlass liegen bei ARTTRD ↗; mit der Familie des Künstlers besteht eine Vereinbarung über das Projekt.
Umgang mit dem Material
Werden private Inhalte veröffentlicht?
Nein. Vor jeder Veröffentlichung werden Namen von Familienmitgliedern und Dritten pseudonymisiert — das gilt auch für Beispielscans auf dieser Seite. Originalscans und Rohdaten bleiben offline; publiziert werden ausschließlich freigegebene, pseudonymisierte Auszüge.
Wie geht das Projekt mit dem sensiblen Kontext um?
Der Bezug zur Sammlung Prinzhorn verpflichtet: Das Material wird respektvoll und wissenschaftlich behandelt, ohne Sensationalisierung. Die Tagebücher werden als Teil des künstlerischen Werks gelesen, nicht als Krankenakte.
Wann erscheinen Ergebnisse?
Sobald sie belastbar sind. Diese Seite zeigt den jeweils aktuellen Stand der sechs Schritte; Zwischenergebnisse werden erst veröffentlicht, wenn sie geprüft und freigegeben sind — stets mit Belegstelle.